![]() |
HISTORIEUnter den Linden ist eine zentrale Prachtstraße Berlins. Sie führt vom Pariser Platz an der Ostseite des Brandenburger Tors, wo sich auch der gleichnamige S-Bahnhof, der Neubau der Akademie der Künste und das bekannte Hotel Adlon befinden, über 1,5 Km in östlicher Richtung bis zur Schlossbrücke, die die Verbindung zur Museumsinsel und dem östlichen Zentrum mit dem unübersehbaren Fernsehturm herstellt. Die Geschichte dieser Prachtstraße reicht bis in das 16. Jahrhundert. Seit der Zeit des Reitwegs des Kurfürsten Johann Georg bis zur Entwicklung zum angesagtesten und pulsierenden Boulevard Berlins, ist eine lange Zeit vergangen. 1696 wurde dieses Gebiet um die Linden (von mal zu mal) attraktiver nicht nur durch unzählige, Baumaßnahmen, sondern auch durch die stilvoll angelegten Begrünungen, die die Gründung einer sechsreihigen Galerie mit 1000 Nuss- und 1000 Lindenbäumen zu Folge hatte. Als der Meilenstein für diese Galerie gelegt wurde, vergrößerte sich das Gebiet mit namhaften Banken, Hotels und künstlerischen Institutionen stetig weiter. Gezeichnet vom Krieg wurden Ende der 50-ziger Jahre die historischen Gebäude nach und nach wieder aufgebaut. Heute haben wieder Botschaften sowie Banken, Hotels und exquisite Geschäfte ihren Sitz Unter den Linden. Das Gebäude „Unter den Linden 32-34“ wurde in den Jahren 1970/71 nach den Plänen des „Kollektiv Mehlan“, VEB Berlin Projekt errichtet und ist Bestandteil des historisch gewachsenen Ensembles innerhalb der geschlossenen Blockstruktur in der Dorotheenstadt. Geplant als Verwaltungsgebäude war das Gebäude zuletzt der Berliner Sitz der Britischen Botschaft. Die ungedämmte Natursteinverkleidung des Bestandsgebäudes wurde unter Berücksichtung der denkmalpflegerischen Ansprüche an heutige Erfordernisse angepasst erneuert. Dazu setzt sich die glatte, präzise Fassade des Neubaus in ihrer Materialität aus schwarzem Naturstein und goldfarbenen Metallprofilen auch in ihrer kristallinen, teilweise abgeschrägten Kubatur bewusst vom Altbau ab. Als koppelndes Element zwischen den Baukörpern fungiert eine vollverglaste „Fuge“, die sich im penthouseartigen Staffelgeschoss auf dem Neubautrakt fortsetzt. Eine in Berlin bauhistorisch typische Erschließungssituation wird durch das Eingangsfoyer und die offen im Foyerbereich mündende Haupttreppe aufgegriffen, diese verbindet beide Gebäudeteile auf jeder Etage. |
|